Modellregion Ökolandbau Wetterau

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Forum Geflügel: mobile Geflügelschlachtung in der Wetterau

erste Reihe von links: Bianca Hartung und Dr. Christina Well, Vereinigung der Hessischen Direktvermarkter e.V., Referentin Dr. Veronika Ibrahim, Fachstellenleitung Lebensmittelüberwachung, Dr. Andrea Fink-Kessler, Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen e.V., zweite Reihe von links: Referenten Christan und Eva Dodenhoff, Dodenhoff Geflügelschlachtung GmbH, Referentin Claudia Zohner, Koordinatorin für die Modellregion Ökolandbau Wetterau, Referent Tim Treis, Hessische Biohuhn eG

Am vergangenen Montag fand in der Kulturscheune Limeshain-Himbach das Regionalforum „Geflügel aus der Region und für die Region“ statt. Das Forum richtete sich an 70 Teilnehmer, die im Geflügel- und Eiergeschäft tätig sind und nach Netzwerken für eine bessere Wertschöpfung suchen. Veranstalteter waren die Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen und die Vereinigung der Hessischen Direktvermarkter in Kooperation mit der Modellregion Ökolandbau Wetterau.

Eier aus der Region oder vom Hof nebenan sind bei Verbrauchern sehr beliebt. Immer mehr Landwirte betreiben daher mobile Hühnerställe. Einige halten auch Masthühner. Nicht zuletzt müssen Legehennen und Hähnchen irgendwann auch geschlachtet, verarbeitet und vermarktet werde. Das eigene Schlachten und Vermarkten bis hin zur Verarbeitung des Suppenhühnerfleischs kann die Wirtschaftlichkeit des Betriebszweigs verbessern.

Nach der Begrüßung und der Vorstellung des Projekts „Mobile Geflügelschlachtung“ der Modellregion Ökolandbau Wetterau durch die Koordinatorin, Claudia Zohner, präsentierte Christian Dodenhoff die Funktion und Wirtschaftlichkeit eines Geflügelschlachtmobils. Dr. Veronika Ibrahim, Fachstellenleitung Lebensmittelüberwachung, informierte über die rechtliche Lage und Zulassungsfragen aus Sicht der Veterinärbehörde.

Projekt mobiler Geflügelschachtanhänger für die Wetterau

Der Mangel an Schlachtstätten im ländlichen Raum wird im Bereich der Geflügelschlachtung besonders deutlich. Ökologisch als auch konventionell wirtschaftende Betriebe mit ihrer Geflügelhaltung und Eierproduktion haben am Ende des Produktzyklus die Schwierigkeit, die Tiere regional und tierschutzorientiert schlachten zu können. Aus diesem Grund wurde ein runder Tisch im Landkreis Wetterau mit Vertretern aus verschieden Institutionen wie der Fachstelle Lebensmittelüberwachung, dem Fachdienst Landwirtschaft, dem Dottenfelderhof, der Hessischen Tierschutzbeauftragten, der hessischen Metzgerinnung sowie der Vereinigung Ökologscher Landbau in Hessen e.V. initiiert. Gemeinsam wurde die Projektidee „mobile Geflügelschlachtstätte“ entwickelt. Ziel ist der Einsatz eines Geflügelschlachtanhängers im Wetteraukreis und des näheren Umkreises.

Betreiber gesucht!

Das Betreiben eines Geflügelschlachtanhängers kann eine lukrative Erwerbskombination für landwirtschaftliche Betriebe oder ein profitables Einkommen für Personen aus dem Verarbeitungshandwerk sein, die sich selbständig machen wollen. Derzeit wird im Wetteraukreis ein Betreiber für den geplanten mobilen Geflügelschlachtanhänger gesucht. Interessenten werden gebeten sich telefonisch bei Claudia Zohner, Koordinatorin der Modellregion Ökolandbau Wetterau/Fachdienst Landwirtschaft, unter der Telefonnummere 06031/83-4217 zu informieren.

Geflügelvermarktung

Im Rahmen des Forums wurden auch verschiedene Vermarktungswege für Geflügel aufgezeigt. Tim Treis, Hessische Biohuhn eG, stellte das neues Geschäftsmodell für Convenience-Produkte aus Bio-Suppenhühnern vor. Zudem wurde das Angebot von LANDMARKT für Direktvermarkter von Geflügel aufgezeigt.

Zum Abschluss des Regionalforums tauschten sich die Teilnehmer angeregt an verschiedenen Themen-Tischen über die Bereiche Geflügelschlachtung, Geflügelverarbeitung und Geflügelvermarktung aus.

veröffentlicht am: 02.12.2019

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