Modellregion Ökolandbau Wetterau

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Neue Impulse zur Projektverlängerung

von links: Hermann Götz, Fachdienstleiter Landwirtschaft, Referent Dr. Georg Vierling, Südzucker AG, Referent Jonas Ehls, Bioland Hessen, Erster Kreisbeigeordnete und Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler, Claudia Zohner, Koordinatorin für die Modellregion Ökolandbau Wetterau, Christian Sperling, Fachbereichsleiter Regionalentwicklung und Umwelt

Das 3. Forum der Modellregion Wetterau am vergangen Dienstag, den 28. November im Haus der Umwelt in Friedberg, zog zahlreiche Akteure des ökologischen Landbaus aus Erzeugung, Verarbeitung, Bildung und Vermarktung an, gab einen Ausblick auf neue Projekte im Kreis, informierte zu ackerbaulichen Themen und bot Gelegenheit zur Vernetzung.

Zu Beginn des Abends begrüßten Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler und Christan Sperling, Fachbereichsleiter Regionalentwicklung und Umwelt, die rund 60 Gäste mit der erfreulichen Nachricht, dass die Projektlaufzeit der Modellregion um drei weitere Jahre verlängert wird. Auch sind weitere Ökomodellregionen in Hessen, aufgrund des erkennbaren Erfolgs der bestehenden Modellregionen, ausgeschrieben.

„In der Region sind interessante Ideen angestoßen und umgesetzt worden. Ich bin zufrieden mit den Aktivitäten der Modellregion Wetterau, hierauf können wir in der Verlängerung gut aufbauen“, lobte Jan Weckler das Engagement und die bereits erzielten Erfolge der Arbeitsgemeinschaft Modellregion Ökolandbau Wetterau.

Wo die Arbeitsgemeinschaft mit Ihrer Arbeit steht und wie es weitergeht, waren die zentralen Fragen mit denen sich Claudia Zohner, Koordinatorin der Modellregion Ökolandbau Wetterau, in ihrem Vortrag befasste. Die Modellregion Ökolandbau Wetterau fördert derzeit sechzehn verschiedene Teilprojekte, sieben weitere Projekte sind geplant. Diese beschäftigen sich etwa mit der Offensive zur Umstellung auf Ökolandbau in der Modellregion, der Bio-Zertifizierung von Verarbeitungsbetrieben, der Belieferung von öffentlichen Einrichtungen mit regionalen Bioprodukten oder dem im Januar 2018 erscheinenden Bio-Einkaufsführer für die Wetterau.

„Stetig wachsende Umsatzzahlen bei regionalen Bio-Lebensmitteln verdeutlichen, dass sich Verbraucher ökologisch erzeugte Produkte aus der Region wünschen. Hier liegt eine große Markchance für unsere heimischen Landwirte und Betriebe. Daher werden wir uns im Verlängerungszeitraum verstärkt für den Aufbau von  regionalen und ökozertifizierten Wertschöpfungsketten vom Erzeuger über den Verarbeiter bis hin zum Verkauf an der Ladentheke und der Kantinenkasse einsetzen“, so Jan Weckler.

In der Veranstaltung wurden auch die zentrale Thematik des Erhalts der Bodenfruchtbarkeit im Ökolandbau und der Stellenwert eines guten Unkrautmanagements auf dem Acker aufgegriffen und angeregt diskutiert. Jonas Ehls, Berater für Gemüse und Ackerbau bei Bioland Hessen, stellte in seinem Fachvortrag sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse  als auch die neusten maschinellen Trends zur Beikrautregulierung der Agritechnica 2017 vor.

Ein  gutes Unkrautmanagement ist beim Anbau von Hackfrüchten wie Bio-Zuckerrüben unabdingbar für den Ertrag und die Beerntbarkeit und somit insgesamt eine Herausforderung, so die Überleitung zum nächsten Referenten. Dr. Georg Vierling, Leiter des Fachbereichs Produktion der Südzucker AG, stellte die Perspektiven des Bio-Zuckerrübenanbaus und die Vermarktungsmöglichkeiten durch die Südzucker AG vor. Der ökologische Rübenanbau stellt nicht nur betriebswirtschaftlich eine interessante Option dar, er bietet Ökolandbetrieben auch pflanzenbaulich interessante Alternativen. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Modellregion Ökolandbau Wetterau sucht die Südzucker AG daher einen Demonstrationsbetrieb für den Bio-Zuckerrübenanbau in der hiesigen ackerbaulichen Gunstregion.

veröffentlicht am: 01.12.2017

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