Modellregion Ökolandbau Wetterau

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Auftaktveranstaltung zum „Tag der Regionen 2017“

Unter dem Motto „Wer weiter denkt, kauft näher ein“ startete am Abend des 20. Septembers die bundesweite Veranstaltungsreihe „Tag der Regionen“ in Eschwege. Vom 22. September bis zum 8. Oktober werden verschiedene Aktionen und Events zum Thema Regionalität in Erzeugung, Verarbeitung und Verbrauch von Lebensmitteln in Hessen stattfinden. Dazu stellten sich verschiedene Akteure vor, darunter auch die Ökomodellregion Wetterau.

Rund 150 Interessierte waren am Abend des 20. September versammelt, um im E-Werk in Eschwege von Anette Enders, Leiterin der Abteilung Landwirtschaft des hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum 19. Tag der Regionen begrüßt zu werden. Im Aktionszeitraum wollen Betriebe, Vereine, Kommunen und Initiativen Möglichkeiten vorstellen, Regionalität aktiv zu leben. Die Stärken der Region sollen besonders im Aktionszeitraum hervorgehoben werden und der Verbraucher verstärkt informiert werden. Wie genau ein regionaler und saisonaler Konsum aussieht und welche Rolle kleine und mittelständige Unternehmen dabei spielen, wird thematisiert. Regionales Einkaufen ist ein wichtiger Schritt sowohl im Umweltschutz als auch für  wirtschaftliche Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit in einer zunehmend globalisierten Welt. 

Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter Werra-Meißner-Kreis, stellte in seinem Vortrag die drei hessischen Ökomodellregionen Wetterau, Landkreis Fulda und Nordhessen und einige ihrer Projekte vor. Seit Herbst 2015 fördern die drei Ökomodellregionen, unterstützt vom Landwirtschaftsministerium, den regionalen Ökolandbau in der jeweiligen Region. Eine wichtiges Handlungsfeld ist hier die Verarbeitung und Vermarktung von Bio-Produkten. Im Wetteraukreis findet dazu beispielsweises die jährliche Veranstaltungsreihe „BioWoche in der Wetterau“ für Verbraucher und Interessierte statt.

„Die Verbraucher müssen darüber informiert werden, welche Landwirte es in der Region gibt und wo am besten eingekauft werden kann. Auch die Vernetzung der Erzeuger und Verarbeiter untereinander spielt eine große Rolle“, äußerte sich Nicole Nefzger von der Aktionsgemeinschaft Echt Hessisch bei der Gesprächsrunde zum Thema. Sven Lindauer, nordhessischer Landwirt, hat ähnliche Erfahrungen gemacht: „Manch ein Landwirt weiß gar nicht, dass einige Kilometer entfernt ein Metzgerbetrieb ist.“ Alle Akteure des Abends waren sich einig, dass gemeinsam an einer verbesserten Kommunikation, auch unter Einbezug der neuen Medien, gearbeitet werden muss. Im Anschluss an die Redebeiträge hatten die Besucher die Möglichkeit, sich an 18 Ständen von regionalen Initiativen und Projekten zur Stärkung der Region zu informieren. Die hessischen Ökomodellregionen waren ebenfalls mit einem gemeinsamen Stand vertreten.

Auch in der Wetterau nehmen zahlreiche Initiativen, Gemeinden und Betriebe am Tag der Regionen teil. Beispielsweise öffnet der Dottenfelderhof in Bad Vilbel seine Hoftore mit einem breiten Angebot für Verbraucher. Ab dem 23. September werden verschieden Veranstaltungen von öffentlichen Fütterungen bis hin zu Backworkshops für Anfänger angeboten. Genaue Informationen zu den Veranstaltungen des „Tags der Regionen“ im Landkreis finden Sie unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.tag-der-regionen.de.

veröffentlicht am: 21.09.2017

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