Modellregion Ökolandbau Wetterau

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Solidarische Landwirtschaft Friedberg

Sich die Ernte teilen in Friedberg

Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft Friedberg um den Dorheimer Landwirt Holger Pabst

"Solidargarten Friedberg" oder "Frische für Friedberger?" Nur ein griffiger Name für die "Solidarische Landwirtschaft Friedberg" fehlt noch. Die Planung auf dem Acker steht seit Freitagabend. Rund 15 Wetterauer und der Dorheimer Landwirt Holger Pabst haben die erste "SoLaWi"-Initiative in der zentralen Wetterau gegründet. Über 20 Gemüsesorten wird der Landwirt am Dorheimer Bergwerk ab März 2016 gemäß den Richtlinien des Ökoverbandes Naturland für die Gruppe anbauen. "Ich habe ja in den letzten Jahren schon Gemüse angebaut und vermarktet. Es ist schön und spannend, jetzt direkt mit den Leuten zusammenzuarbeiten, die es regional und biologisch wollen", sagt Pabst.

 

Die von Gottfried Krutzki und dem Umsonstladen Friedberg begonnene Initiative sucht jetzt noch weitere Menschen, die sich für regional und ökologisch angebautes Gemüse begeistern. Jedes Mitglied erwirbt einen Ernteanteil und begleicht durch einen monatlichen Beitrag in Höhe von 35 € den Aufwand des Landwirtes. Zu Beginn ist ein Investitionsbeitrag von150 € notwendig. Für zahlungskräftigere Mitglieder besteht die Möglichkeit durch freiwillige Sozialbeiträge jene zu fördern, die sich den Anteil in voller Höhe nicht leisten können. "Es geht uns nicht nur um die Versorgung mit guten Nahrungsmitteln" sagt Krutzki, "auch der Kontakt zu den Landwirten und die Gemeinschaft machen uns viel Spaß." Neben Holger Pabst ist auch der Kaicher Naturland-Landwirt Christian Weber mit im Boot, der ab 2017 bereit steht, um sich an diesem Projekt zu beteiligen. Neben Gemüse können dann zukünftig auch Eier und Fleisch hinzukommen.

 

Neue Interessenten können noch bis Ende April einsteigen. Dann werden auch so langsam die ersten Abholtermine beginnen. Immer freitags kann jedes Mitglied seinen Anteil in Dorheim bekommen. Fahrgemeinschaften und Bringdienste sind bereits vereinbart und eine Tauschkiste für Gemüsesorten, die der Eine nicht mag, der Andere aber liebt, fest eingeplant. Da der Anbau nicht nur ökologisch und regional, sondern naturgemäß auch saisonal der Jahres- und Erntezeit unterworfen ist, werden die Anteile ab Ende Mai immer vielfältiger und üppiger. Im August und September werden die Aktivisten dann wohl auch Einkoch- und Verwertungserfahrungen sammeln können.

 

Mitarbeit auf dem Acker ist erwünscht, aber keine Vorbedingung. Gerade bei der Unkrautbekämpfung und bei der Ernte von bestimmten Kulturen wie Buschbohnen sind Termine zum Handanlegen geplant, bei denen auch das begeisterte Schwingen der Hacke im Kollektiv geübt werden kann. "Wir sind alle Pioniere: Bauern und Bürger", sagt Gottfried Krutzki und hofft, „dass jetzt noch viele Wetterauer auf den rollenden Zug aufspringen“. Interessierte melden sich bei:

Gottfried Krutzki, Tel.: 06031-6870295 oder per E-Mail: info(at)krutzki.eu

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